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Gepostet von am Okt 7, 2013 in Blog, Landschaft, Technik | 11 Kommentare

LEE Big Stopper

Urlaub heißt endlich mal wieder Zeit zu haben, um neues Spielzeug ausprobieren zu können. Nun lag schon seit einigen Tagen ein LEE Big Stopper bei mir, doch ich kam einfach nicht dazu ihn auszuprobieren. Entweder war das Wetter nicht so wie ich es haben wollte oder ich hatte schlicht keine Zeit.

Im Folgenden möchte ich in mehreren Teilen Bilder aus meinem Urlaub in Berchtesgaden vorstellen und unter anderem auch ein kleines Review zu meinen ersten Einsätzen des LEE Big Stoppers geben. Damit werde ich auch gleich heute anfangen 😉

Allgemeines zum Big Stopper

Der Big Stopper von der Firma LEE ist eine besonders starke Form eines Graufilters (auch ND- oder Neutraldichtefilter genannt). Warum ich LEE-Filter einsetzte habe ich bereits in diesem Artikel geschrieben. Daher möchte ich auf diesen Punkt hier nicht genauer eingehen. Fakt ist, dass der Big Stopper schon sehr lange auf meiner Wunschliste stand und ich ihn endlich Anfang Juni bestellt habe. Da LEE-Filter sehr begehrt sind, musste ich auch ganze 3 Monate auf meinen Big Stopper warten.
Geliefert wird er neuerdings in einer kleinen Blechkiste, die den empfindlichen Glasfilter besser schützt, als die normalen LEE-Taschen, wie sie auch bei meinen Grauverlaufsfiltern beigelegt wurden.

Aufbewahrungsbox Big Stopper

Aufbewahrungsbox Big Stopper

Anwendung

Die Anwendung des Filters ist eigentlich relativ simpel, wenn man einige Punkte beachtet. Da der Filter so viel Licht schluckt, funktioniert sowohl der Belichtungsmesser als auch der Fokusmesser nicht mehr. Am Besten ist es, wenn man folgendermaßen vorgeht:

  • Zuerst die Kamera ohne Filter auf einem Stativ befestigen und den Bildausschnitt festlegen
  • Dann fokussieren und auf manuellen Fokus umschalten. Jetzt in den Blendenvorwahlmodus wechseln und die Blende auf den Wunschwert einstellen
  • Von der Kamera die richtige Verschlussgeschwindigkeit berechnen lassen und merken
  • Jetzt die Einstellungen in den manuellen Modus übertragen
  • Anhand der mitgelieferten Umrechnungstabelle oder per Kopf die Verschlussgeschwindigkeit mit LEE Big Stopper ausrechnen und an der Kamera einstellen. Ich habe die Tabelle auf die Rückseite der Blechkiste geklebt. So hat man sie immer dabei.

    Umrechnungstabelle

    Umrechnungstabelle

  • Den Filter aufsetzten und das Foto auslösen. Dazu am Besten einen Funk- oder Kabelauslöser verwenden

Erstes Fazit

Ich bin mit dem Filter sehr zufrieden. Die Verarbeitung ist super und auch die Handhabung ist relativ einfach. Beim Einsatz des Filters geht die Farbtemperatur ein klein wenig ins blaue, aber das fällt fast nicht auf und lässt sich in der Nachbearbeitung problemlos entfernen.

Hier ist ein Bild, welches ich am ersten Urlaubstag von der Ramsauer Ache gemacht habe:
Ramsauer Ache
Weitere Bilder gibt es dann in den folgenden Teilen meines Reiseberichts zu sehen 🙂

Nachtrag zum Thema Blaustich/Farbverschiebung vom 17.03.2014

Anscheinend variiert die Stärke des Blaustichs beim Big Stopper zum Teil sehr stark. Meiner (von September 2013) hat zum Beispiel kaum einen Blaustich, bei anderen zeigen sich extreme Farbverschiebungen. Entweder gibt es bei den Big Stoppern eine sehr starke Serienstreuung oder LEE hat bei der Produktion etwas geändert.

Wenn du einen Big Stopper besitzt, würde ich mich freuen, wenn du in die Kommentare schreibst, wann dieser ungefähr hergestellt wurde und wie stark der Blaustich ausfällt.

Vielleicht lassen sich da irgendwelche Rückschlüsse draus ziehen.

Viele Grüße,
Christian

11 Kommentare

  1. Das Bild gefällt mir sehr, freue mich auf weitere

    Jochen

  2. vielen Dank für die Artikel haben mir sehr geholfen, da ich auf der Suche nach Filtersystemen bin.

    • Hi Achim,

      vielen Dank für den Tipp!

      Viele Grüße
      Christian

  3. Hallo Christian,

    mich würde mal interessieren, wie der Farbstich bei Deinem Exemplar des Lee Big Stoppers ausfällt.

    Habe mir kürzlich auch ein Exemplar geleistet und bin regelrecht schockiert (starker Blaustich). Habe bis dato noch nicht mit manuellem Weißabgleich usw. experimentiert, da kann man sicherlich noch viel ausgleichen.

    Aber zwischen meinem Lee-Filter (125 €) und dem bereits länger in meinem Besitz befindlichem Haida Graufilter 1000 zum Schrauben (35 €) liegen Welten! Bin nun am Grübeln, warum ich so viel Geld ausgegeben hab…

    Vielleicht kann man auch mal ein Bildbeispiel austauschen?

    Danke und VG. René

  4. Ich habe meinen Big Stopper Ende Oktober bei Calumet in Hamburg direkt im Laden gekauft. Ich finde den Blaustich bei meinem wirklich extrem. Kommt aber auch auf die Lichtverhältnisse an. Ich bin dazu übergegangen immer eine Probeaufnahme mit Offenblende (damits schneller geht) zu machen wo ich eine Graukarte ins Bild halte oder lege.
    In Lightroom picke ich da dann den Weissabgleich drauf ab.
    Das klappt ganz gut. Man dars nur nicht vergessen. Ohne Graukarte hat man echt ein Problem. Obwohl es nur 2 Regler in Lightroom sind, muss man sehr feinfühlig arbeiten, was sehr lang dauern kann.

    • Hallo Dennis,

      bei dem Preis finde ich einen so starken Blaustich echt nicht mehr aktzeptabel. Da scheine ich mit meinem noch Glück gehabt zu haben.
      Ich habe auf deiner Webseite gesehen, dass du auch 2 Lensinghouse Filter hast. Wie zufrieden bist du mit denen?

      VG, Christian

      • Ja der Big Stopper ist ein Fall für sich.
        Ein Freund hat sich den zeitgleich auch bei Calumet gekauft. Er hat den gleichen Farbstich. Die Verkäuferin meinte auch dass kurz vor der Lieferung lange Pause war, weil viele Filter zurückgingen.
        Ein anderer Freund hat einen älteren Big Stopper, der war noch in der Stofftasche. Der ist wirklich neutral.
        Da stand ich nun vor der Wahl, den Big Stopper zu behalten und mich mit dem Farbstich abzufinden oder ihn zurückzugeben. Ich hab versucht damit zu leben. Mit der Graukarte klappts auch gut.
        Und dann kam Lensinghouse….
        Auf dem Umweltfotofestival in Zingst habe ich einen 2000x Filter gekauft. Ich hatte vorher schon ein klein wenig von den Filtern gehört, aber nicht viel.
        Aus Neugier haben wir drei uns jeweils den 2000er gekauft und gleich am Strand getestet. Uns ging die Kinnlade runter. So neutral bei der stärke. Das ist echt ein Geheimtip. Gestern erst habe ich den 256er bekommen, aber noch nicht getestet. Aber der erste Kontrollblick in den Himmel sah so aus wie ich es auch erwarte: neutral.
        Eine andere Alternative, die auch günstiger ist sind Filter von Haida. Die gibts in den drei Standardstärken 8, 64 und 1000x. Kosten um die 70€ das Stück bei Amazon. Allerdings gefallen mir da die Dichtungen nicht so bei den Filtern die ich gesehen hab. In der Filtertasche werden die auf Dauer wohl Plattgedrückt. Da gefallen mir die Dichtungen von Lensinghouse mit Abstand am besten.

  5. Moin,

    ob Blau- oder Magenta-Farbstich ist weniger eine Frage der „Filter-Qualtität“ sondern ein Problem im Herstellungsprozess wie es bei verschiedenen Herstellern auf der Web-Seite zu lesen ist. Je höher die Filterdichte desto ausgeprägter der Farbstich.

    Bei flächigen Filtern finde ich das gar nicht so gravierend, da ich hier über den Weißabgleich und die Tonung die Farben kurzer Hand in der Entwicklung anpasse: Je nach stärke des Blaustichs – wird der Kelvin-Wert nach oben korrigiert. Bei einem Magenta-Farbstich wird nach unten Korrigiert und ggf. die Tonung angepasst.

    Eigentlich kein Hexenwerk und vor allem sollte es später auf dem fertig ausentwickeltem Bild nicht mehr erkennbar sein… ;-))

    Es hat schon einen Grund warum die Lieferzeiten sooo lang sind wie sie sind. Leider :-/

    Gruß Mark

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  1. Filter ABC Teil 1: Grauverlaufsfilter - […] Seit kurzem habe ich auch einen LEE Big Stopper. Einen ersten Bericht dazu gibt es hier: LEE Big Stopper…

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